Du organisierst, planst und hältst den Betrieb zusammen.
Als Industriekaufmann oder Industriekauffrau bist du ein echter Allrounder in den betriebswirtschaftlichen Abläufen des Unternehmens. Du arbeitest in verschiedenen Abteilungen: Im Einkauf vergleichst du Preise für Zellstoff oder Energie und handelst Verträge aus. Im Marketing und Vertrieb betreust du Kunden, kalkulierst Preise und nimmst Aufträge entgegen. In der Materialwirtschaft planst du, wann welche Rohstoffe geliefert werden müssen, damit die Produktion niemals stillsteht. Auch das Finanzwesen und die Personalabteilung gehören zu deinem Einsatzgebiet, wo du Rechnungen buchst, Kosten analysierst oder dich um die Anliegen der Mitarbeiter kümmerst.
Deine Fähigkeiten und Interessen
Du rechnest aus, was eine Tonne Zellstoff kosten darf, damit die Kalkulation am Ende aufgeht. Wichtiger als schnelles Rechnen ist, dass du merkst, wenn ein Ergebnis nicht stimmen kann.
Du sitzt Lieferanten und Kunden gegenüber, die das länger machen als du. Gefragt ist, dass du deine Position vorbereitet hast und sie ruhig vertrittst, auch wenn Druck aufgebaut wird.
Beides lernst du im Betrieb, Vorkenntnisse braucht niemand. Du solltest aber Lust haben, dich in Software einzuarbeiten, in der die Zahlen des gesamten Werks zusammenlaufen.
Ein Zahlendreher in der Preiskalkulation fällt oft erst auf, wenn der Vertrag unterschrieben ist. Wer zweimal hinschaut, bevor etwas rausgeht, ist in diesem Beruf richtig.
Du bist die Verbindung zwischen Schichtleitung, Einkauf und Geschäftsführung. Du solltest mit dem Meister an der Papiermaschine genauso klarkommen wie mit dem Lieferanten am Telefon.
Was erwartet dich?
In einem Werk, das rund um die Uhr läuft, arbeitest du in der Regel zu festen Bürozeiten. Wochenendarbeit ist die Ausnahme, nicht die Regel.
Die Ausbildung ist branchenübergreifend anerkannt. Wenn du in fünf Jahren nicht mehr in der Papierindustrie arbeiten willst, nimmt dich jedes Industrieunternehmen mit diesem Zeugnis.
Die Papierindustrie zahlt nach Flächentarif, auch im kaufmännischen Bereich. Was du verdienst, hängt nicht davon ab, wie gut du verhandelt hast.
Nach drei Jahren kennst du Leute in jeder Abteilung, von der Produktionsplanung bis zur Buchhaltung. Das ist die Grundlage dafür, dass du später intern weiterkommst.
Nach der Ausbildung kannst du zum Betriebswirt weitermachen oder berufsbegleitend studieren. Viele Führungskräfte in der Branche haben genau so angefangen.
Vira, 20 · Industriekaufmann / Industriekauffrau
Zülpich · Gernsbach · Hoya
3 Standorte auf der Karte.
Nein. Während das Werk rund um die Uhr produziert, arbeitest du zu geregelten Bürozeiten. Der Preis dafür ist, dass du den Großteil des Tages am Bildschirm sitzt.
Nein. Beides lernst du im Betrieb. Du solltest aber bereit sein, dich in Software einzuarbeiten, in der die Zahlen des gesamten Werks zusammenlaufen.
Nein. Der Industriekaufmann ist eine der anerkanntesten kaufmännischen Ausbildungen und branchenübergreifend gültig. Wenn du später wechseln willst, nimmt dich jedes Industrieunternehmen mit diesem Abschluss.
Naheliegend sind die Weiterbildung zum Industriefachwirt oder Betriebswirt und ein berufsbegleitendes Studium.
Er arbeitet in den betriebswirtschaftlichen Abläufen des Werks und wechselt dabei durch mehrere Abteilungen. Im Einkauf vergleicht er Preise für Zellstoff oder Energie und handelt Verträge aus, im Vertrieb betreut er Kunden und kalkuliert Preise, in der Materialwirtschaft plant er die Rohstofflieferungen, dazu kommen Finanzwesen und Personal
Erwartet werden ein sehr guter Realschulabschluss, Fachabitur oder Abitur.
Drei Jahre, dual. Mit Abitur oder guten Leistungen ist eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre üblich
Mehr drauf als Papier.
Eine Initiative der Landesarbeitgeberverbände
der Papier- und Zellstoffindustrie im Verband
DIE PAPIERINDUSTRIE e. V.